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17.12.2013 03:46

Was ist Migration?

Weltweit waren im Jahr 2010 mehr als 210 Millionen Menschen Migranten. Das sind mehr als die Einwohner von Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammengezählt. Von den 210 Millionen Migranten weltweit lebten 2010 etwa ein Viertel in Europa, also 50 Millionen. Das sind natürlich unvorstellbar viele Menschen.

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Weltweit waren im Jahr 2010 mehr als 210 Millionen Menschen Migranten. Das sind mehr als die Einwohner von Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammengezählt. Von den 210 Millionen Migranten weltweit lebten 2010 etwa ein Viertel in Europa, also 50 Millionen. Das sind natürlich unvorstellbar viele Menschen.
Daher interessiert uns, was genau denn eigentlich Migration ist?  

Der Begriff Migration stammt vom lateinischen Wort migratio ab, was so viel wie Wanderung oder Umzug bedeutet.  Im Deutschen unterscheidet man zwischen Auswanderung (Emigration), Einwanderung (Immigration) und Binnenmigration. Eine große Auswanderungswelle erlebte Deutschland zur Zeit der Nazis ab 1933. Viele Intellektuelle waren nicht einverstanden  mit der Naziherrschaft und migrierten nach England, Frankreich oder in die USA (z. B. Albert Einstein oder der Regisseur Billy Wilder). Eine große Einwanderungswelle gab es in Deutschland in den 50er und 60er Jahren. Damals kamen im Zuge der guten wirtschaftlichen Entwicklung Arbeiter vor allem aus den südlichen Ländern Europas nach Deutschland. Die heute in Deutschland lebenden Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind teilweise deren Enkel. Eine Binnenmigration spielt sich meist innerhalb der Grenzen eines Staates ab. So wanderten seit 1989 viele Menschen aus den ostdeutschen Landesteilen in den Westen.
Im DeafTrain-Seminar zur Migration werden die Teilnehmer sensibilisiert, kulturelle Unterschiede wahrzunehmen, und dadurch befähigt, adäquat mit Gesprächspartnern aus anderen Kulturkreisen zu kommunizieren.

 

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